In einem amerikanischen Buch von Mark Maraia über Marketing für Anwälte und andere “professionals” “Rainmaking made simple” (das ich sonst nicht so wirklich prickelnd finde), fand ich eine Passage “Return client phone calls promtly”.
Leichter gesagt als getan, wie jeder weiß.
Interessant die Aussage: “An erster Stelle bei Mandanten-Unzufriedenheit steht, dass Anrufe von Mandanten nicht sofort erwidert werden.”
Stimmt absolut.
Dazu wird eine kleine Geschichte erzählt: Große amerikanische Firmen wie IBM, HP etc. sollen herausgefunden haben, dass es eine direkte Relation zwischen der Schnelligkeit, mit der zurückgerufen wird und dem Verkaufserfolg des Verkaufspersonals geben soll. Anrufe, die innerhalb von 2 Stunden beantwortet werden, sollen eine 90% höhere Chance haben auch tatsächlich zu einem Auftrag zu führen.
In puncto Mandantenzufriedenheit sollte auch uns Anwälte das zu denken geben.
Die Kollegin Simone Weber hat auf Ihrem Blog einen Artikel mit dem Titel “Ja, auch ein Anwalt kann nicht alles”.
Sie vertritt dort die Ansicht, dass ein Anwalt nur Mandate auf Rechtsgebiten übernehmen sollte, die er “kann”.
Ich möchte eine Anekdote beisteuern, die mir vor langer, langer Zeit mein damaliger Ausbilder als Referendar erzählte, der Kollege Hubert Geischer, ein phantastischer Anwalt und ein Vorbild.
Er hatte in der Nachkriegszeit einen Angeklagten wegen Benzindiebstahls vertreten, vor einem Gericht der englischen Besatzungsmacht, das nach englischem Recht urteilte.
Er riet seinem Mandanten zu gestehen, da ihm eine Verteidigung aussichtslos erschien. Das Ergebnis: Sein Mandant wurde als einziger der Angeklagten verurteilt, die übrigen freigesprochen.
Nach den englischen Beweisregeln, die wesentlich anders sind als die deutschen, konnte der Vorwurf nicht bewiesen werden, der geständige Angeklagte mußte aber vom Gericht verurteilt werden.
Dies Exempel wurde nicht nur ihm, sondern auch mir eine Lehre.
…und zwar in der anwaltlichen Fortbildung! Das Online-Seminar ist da! Nachdem ich neulich schon versucht habe, an einer solchen Wissensvermittlung teilzunehmen, was mir nicht gelang, weil die Technik (des Anbieters) nicht funktionierte, fand ich gestern beim Surfen einen weiteren Anbieter.
Ich habe mir das Muster-Seminar einige Minuten angetan. Das gleiche Schema: Nichtssagende Powerpoint-Folie rechts als cognitive Massenvernichtungswaffe, daneben das Bild eines Vortragenden, der nocht nicht einmal versucht, den einschläfernde Singsang seiner Stimme auch nur ein wenig zu modulieren.
Das ist effektive Nutzung moderner Technik! Das ist Fortschritt!
Alles wie bisher!
Endlich können wir Fortbildung zuhause genießen und uns dabei wenigstens in Ruhe betrinken, ohne in Präsenzseminaren vergeblich gegen den Schlaf anzukämpfen!
Gerade habe ich in Brand Eins (Heft 01/11)- einem Wirtschaftsmagazin, das ich sehr schätze, nicht nur wegen des guten Inhalts, sondern auch wegen des Designs- einen Artikel über “späte Gründer” gelesen, also Menschen, die in relativ hohem Alter noch eine neue Firma gegründet haben. Einer davon ist Gregor Rosenbauer mit seiner Firma feinundfein. Diese liefert frische Kekse an Firmen für Konferenzen u. ä.
These von Rosenbauer: “Schlechte Kekse im Meetingraum sind ein Ausdruck mangelnder Wertschätzung von Kunden und Geschäftspartnern.” (Nebenbei bemerkt: auch der eigenen Angestellten)
Da fällt mir ein Lieferant von Büromaterial ein, den ich sehr gut finde: Otto-Office. Kann ich empfehlen. Die Dänischen Kekse, die die manchmal dazupacken, scheinen aber drei Tage vor dem Verfallsdatum aufgekauft worden zu sein. Gute Idee, schlechte Ausführung: Die Sekretärin muß die Packung aufmachen und gleich auf die Idee kommen, das sie noch etwas bei der letzten Bestellung vergessen hat.
Das gilt auch im Anwaltsbereich: bei uns gibt es für die Kinder Zungenmaler Lollies von Chupa Chups: Das schließt effektiv die Schnute für essentielle 10 Minuten, erfreut also Anwalt und Kind gleichzeitig.
Ich war sicher bei meinem letzten Beitrag etwas sehr sauer ( wg. Sonntag und so..). Ich möchte deshalb fairerweise darauf hinweisen, dass wir das Programm ohne Schulung eingekauft haben. Das macht die Sache sicher mühsamer.
Selbstverständlich kann man mit dem Programm arbeiten, ich tue es ja auch. Wahrscheinlich waren einfach meine Erwartungen zu hoch.
PS. Ich bin andererseits der Meinung, dass das “Nichtfinden” des Netzlaufwerks ein Fehler ist, den Annotext zu vertreten hat. Das hat mit Schulung nichts zu tun.
21.02.10, 10.20 h. Ich sitze am Sonntag in meiner Praxis. Ich möchte mit Annotext arbeiten. Das Starten braucht so seine Zeit.
Fehlermeldung: Laufwerk “P” nicht gefunden. Laufwerk “P” ist das Netzlaufwerk auf dem Rechner im Sekretariat. Ist natürlich da. Kennen wir schon: Ich fahre meinen Rechner einmal runter und wieder hoch. Zeit zum Kaffeekochen muss immer drin sein.
Jetzt läufts. Denkste!
Ich möchte ein Schreiben aus einer Akte ausdrucken: Fehlermeldung: Annotext konnte die Word -Add-ins nicht laden. ”
OK, dann schreibe ich eben eine Support -Anfrage an Annotext. Vielleicht wird die ja beantwortet. Die letzte wurde jedenfalls nicht beantwortet, obwohl ich noch einmal telefonisch nachgefragt habe. Der Support-Mitarbeiter kam nicht klar und versprach Rückmeldung. Das ist jetzt so 10 Tage her. Ist aber nicht schlimm, weil ich in der Zwischenzeit stark erkältet war und kaum arbeiten konnte.
Seit gestern benutze ich das Programm zur Spracherkennung Dictate von MacSpeech. Auch dieser Text ist mit diesem Programm geschrieben.
Eins ist mit Sicherheit festzustellen: das Programm ist wesentlich besser, sowohl was die Erkennungsleistung als auch was das Programm selbst betrifft (Korrekturfunktion endlich brauchbar) als das Vorgängerprogramm iListen.
Der Aufwand zur Einarbeitung ist gering, man muss nur drei Texte vorlesen, nach meiner Erinnerung ein Zeitaufwand von 10-15 min. Die Erkennungsrate anschließend ist relativ hoch. Ich habe versuchsweise einen allgemeinen Text in der Form einer Terminsmitteilung an einem fiktiven Mandanten diktiert. Das Ergebnis war perfekt.
Auch der Versuch, einen Schriftsatz zu diktieren, ist gelungen.
Man vermisst jedenfalls keine juristische Version des Programmes. Diese gibt es zwar in Englisch, ich bezweifle aber, dass angesichts des doch sehr kleinen Marktes eine deutsche Version erscheinen wird.
Das Programm ist in jedem Falle für allgemeine Schreibarbeiten wie zum Beispiel eine schnelle Mail an einen Mandanten, eine Terminsnachricht oder Ähnliches ohne weiteres geeignet.
Es gibt ein Problem, das wohl ein allgemeines Apple Problem ist, nämlich dass bei Programmen, die gleichzeitig für Apple und für Windows programmiert wurden und nicht ganz applekonform sind, bestimmte Schreibfehler in der Form eines Vertauschens von Buchstaben auftreten. Das Problem wird hier näher beschrieben und eine Stellungnahme vin Application Systems Heidelberg zitiert. Dies Problem dürfte wohl kaum zu beseitigen sein. Es zwingt dazu, Programme zu verwenden, die komplett applekonform sind oder im Diktatfenster zu diktieren.
PS: ich habe bei Durchsicht des vorstehenden Textes nur 2 Fehler gefunden. (Nicht erkannt: “Mac”, einmal männliche + weibliche Form vertauscht, aber zur Korrektur angeboten) Ich finde, das ist eine ordentliche Leistung.
Nach langem, intensivem Suchen haben wir uns für die Anwaltssoftware Annotext entschieden. Die Entscheidung für Annotext beruhte auf folgenden Kriterien:
Auf uns machte die Software den modernsten und vor allem Dingen übersichtlichsten und aufgeräumtesten Eindruck.
Es handelt sich um die Software eines renommierten Anbieters, von dem wir ausgehen, dass er auf dem Markt bleiben wird.
Dagegen sprach der hohe technische Aufwand der verlangt wird (Microsoft SQL Server), und der hohe Einstandspreis. Bereits jetzt haben wir einige 100 € für ergänzende Software ausgegeben ( z.B. Windows-Betriebssystem + Office für den Mac) Es dauert einige Zeit, bis dass der Kaufpreis für die Software sich im Vergleich mit anderen Anbietern durch eine niedrigere monatliche Servicepauschale amortisiert hat.
Allerdings schreckte uns die teilweise nach Windows 3.1 Programm aussehende Oberflächen der anderen Anbieter doch sehr ab.
Wir konnten vereinbaren, die Installation selbst vorzunehmen und auch das Programm ohne Hilfe des Anbieters zu nutzen. Die spart einige 1000 €, ob es uns gelingen wird, wird sich herausstellen.
Die Installation des Microsoft SQL Servers ist sicher nicht banal und auch für Leute, die von Computern etwas verstehen, nicht ganz einfach. Dagegen glaube ich, dass das Einrichten des Programms eine Kleinigkeit sein wird. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Programm in der Bedienung schwierig sein soll, für das man nur einen Tag Schulung benötigt, berücksichtigt man, dass sie diese Schulung für Leute abgehalten wird, die häufig lediglich die Anfangsgründe der Bedienung eines Computers kennen.
Es gab auch gleich im Anfang einige Schwierigkeiten, die man als Zufälle und Unzulänglichkeiten ansehen kann, die allerdings auch damit erklärt werden könnten, uns dazu zu bringen, Serviceleistungen des Anbieters in Anspruch zu nehmen. So erhielten wir zwar DVDs und freuten uns, das Programm installieren zu können, stellten aber dann fest, dass auf der Annotext-DVD nur Lizenzierungsdateien vorhanden waren. Ich kann mir vorstellen, dass computermäßig sehr einfach gestrickte Personen hier schon ein Problem gehabt hätten. Bei meinem Anruf am nächsten Tag hieß es dann vom Service, die Datei-DVD sei bereits in der Post. Kann man glauben, muss man aber nicht.
Jedenfalls liegen einige spannende Tage vor uns, bis die Inflation gelungen ist und das Programm läuft. Ich werde weiter berichten.
Werbung muß nicht teuer sein, man muß Ideen haben! In diesem Artikel finden Sie einige grundlegende Ideen, die auch für Rechtsanwälte Denkanstöße sein können. Zum Beispiel: Gestaltung des Briefpapiers, was kann man noch mit Schreibpapier machen etc.
Im Internet gibt es Podcasts zu den NJW-Heften, die man auch per RSS abonnieren kann.
Ob das Sinn macht, habe ich allerdings meine Zweifel. Ich fand es noch nie besonders produktiv, Fälle zu lesen (oder anzuhören), zu denen man keinen aktuellen Bezug hat.