Monthly Archive for Juni, 2009

Falsa demonstratio non nocet?

War gerade gegen 22.00 h (Dienstleistungsabend bis 10 Uhr)  in der Praxis beim Zusammenpacken, als ein Fax eines Anbieters von Rechtsanwalts-Fortbildung einlief. Da um diese Uhrzeit ein überreizter Nervenzustand mit entsprechender Sensitivität (ist das das richtige Wort?) vorherrscht, las ich ausnahmsweise das Angebot: “Word, 100 Tips und Tricks rund um das Betriebssystem”.

Aha!

Selbst meine wenig pc-affine Frau B. wußte auf Befragen, das word nicht das Betriebssytem in DOSen ist.

Was ist das also: falsa demonstratio – oder mit Anwälten kann man das ja machen?

Twitter ist Schwachsinn

Twitter ( für die, die es nicht wissen: hier kriegt man sehen, was das ist)  ist in aller Munde. Ich habe mich auch dort angemeldet, mich aber sofort gefragt, was ich da soll. Man kriegt  irgendwelche Mitteilungen von Leuten, die man nicht kennt und fragt sich, welche üblen Absichten die denn haben.

Die ganze Twitterei ist so öde, dass man sich mal wieder ernsthaft die Frage stellt, ob es Intelligenz auf diesem Planeten gibt.

Deshalb ist mir auch völlig schleierhaft, wie Twitter ein Marketing-Instrument für Anwälte sein soll, dies nur ein Beispiel, einfach aml googeln (z.B.: Twitter as marketing instrument for Lawyers), und nicht nur mir.

Die ersten trauen sich schon zu sagen, dass das alles nur Medien-Hype ist. Lesenswert die beiden Blog-Artikel von Larry Bodine mit den Zahlen: Twitter schrumpft: “twitters growth screeches to a halt, it was-all hype.”

Beispiele: 76 % aller Benutzer füllen das Bio nicht aus,  55 % senden nie eine Nachricht.

Mein Argument: Ich sehe das aus meiner beschränkten Sicht als Fachanwalt für Familienrecht. Die Klientel ist lokal orientiert und am akuten Bedarf orientiert. Sie fährt nicht nach Hamburg, um sich von einem dortigen Anwalt scheiden zu lassen.  (In einigen Sparten mag das anders sein.) Meine Mandanten suchen: 1. einen Fachanwalt und 2. den nächsten. Die suchen sie im Prinzip an 2 Stellen: bei google und in den gelben Seiten. Daneben wird man noch weiterempfohlen. Nur absolute Freaks suchen einen Anwalt bei Twitter (wie auch?) oder unter einem Stein im Garten.

Wenn man sich auf diese 3 Mandats-Quellen beschränkt, ist man ausgelastet. Die Chance, mit einer guten Homepage ein Mandat zu ergattern, düfte x-fach größer sein als sich 10 Jahre bei Twitter die Finger wund zu schreiben.

Ich bin wieder da

Es hat eine lange Pause gegeben, u.a., weil ich im vergangenen Jahr eine Operation hatte und nicht richtig fit war.

Ich hoffe, bald mehr und besser zu meinem Thema schreiben zu können.