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Annotext ist ein Albtraum

21.02.10, 10.20 h. Ich sitze am Sonntag in meiner Praxis. Ich möchte mit Annotext arbeiten. Das Starten braucht so seine Zeit.
Fehlermeldung: Laufwerk “P” nicht gefunden. Laufwerk “P” ist das Netzlaufwerk auf dem Rechner im Sekretariat. Ist natürlich da. Kennen wir schon: Ich fahre meinen Rechner einmal runter und wieder hoch. Zeit zum Kaffeekochen muss immer drin sein.
Jetzt läufts. Denkste!
Ich möchte ein Schreiben aus einer Akte ausdrucken: Fehlermeldung: Annotext konnte die Word -Add-ins nicht laden. ”
OK, dann schreibe ich eben eine Support -Anfrage an Annotext. Vielleicht wird die ja beantwortet. Die letzte wurde jedenfalls nicht beantwortet, obwohl ich noch einmal telefonisch nachgefragt habe. Der Support-Mitarbeiter kam nicht klar und versprach Rückmeldung. Das ist jetzt so 10 Tage her. Ist aber nicht schlimm, weil ich in der Zwischenzeit stark erkältet war und kaum arbeiten konnte.

Das Abenteuer Annotext beginnt

Nach langem, intensivem Suchen haben wir uns für die Anwaltssoftware Annotext entschieden. Die Entscheidung für Annotext beruhte auf folgenden Kriterien:
Auf uns machte die Software den modernsten und vor allem Dingen übersichtlichsten und aufgeräumtesten Eindruck.
Es handelt sich um die Software eines renommierten Anbieters, von dem wir ausgehen, dass er auf dem Markt bleiben wird.
Dagegen sprach der hohe technische Aufwand der verlangt wird (Microsoft SQL Server), und der hohe Einstandspreis. Bereits jetzt haben wir einige 100 € für ergänzende Software ausgegeben ( z.B. Windows-Betriebssystem + Office für den Mac) Es dauert einige Zeit, bis dass der Kaufpreis für die Software sich im Vergleich mit anderen Anbietern durch eine niedrigere monatliche Servicepauschale amortisiert hat.
Allerdings schreckte uns die teilweise nach Windows 3.1 Programm aussehende Oberflächen der anderen Anbieter doch sehr ab.

Wir konnten vereinbaren, die Installation selbst vorzunehmen und auch das Programm ohne Hilfe des Anbieters zu nutzen. Die spart einige 1000 €, ob es uns gelingen wird, wird sich herausstellen.
Die Installation des Microsoft SQL Servers ist sicher nicht banal und auch für Leute, die von Computern etwas verstehen, nicht ganz einfach. Dagegen glaube ich, dass das Einrichten des Programms eine Kleinigkeit sein wird. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Programm in der Bedienung schwierig sein soll, für das man nur einen Tag Schulung benötigt, berücksichtigt man, dass sie diese Schulung für Leute abgehalten wird, die häufig lediglich die Anfangsgründe der Bedienung eines Computers kennen.
Es gab auch gleich im Anfang einige Schwierigkeiten, die man als Zufälle und Unzulänglichkeiten ansehen kann, die allerdings auch damit erklärt werden könnten, uns dazu zu bringen, Serviceleistungen des Anbieters in Anspruch zu nehmen. So erhielten wir zwar DVDs und freuten uns, das Programm installieren zu können, stellten aber dann fest, dass auf der Annotext-DVD nur Lizenzierungsdateien vorhanden waren. Ich kann mir vorstellen, dass computermäßig sehr einfach gestrickte Personen hier schon ein Problem gehabt hätten. Bei meinem Anruf am nächsten Tag hieß es dann vom Service, die Datei-DVD sei bereits in der Post. Kann man glauben, muss man aber nicht.
Jedenfalls liegen einige spannende Tage vor uns, bis die Inflation gelungen ist und das Programm läuft. Ich werde weiter berichten.

Amerikanische Anwälte sind auch nicht besser

Die Nutzung der web 2.0 Technologie wie zum Beispiel ein Blog ist auch bei amerikanischen Rechtsanwälten nicht sehr verbreitet. Dies geht aus einem Beitrag hervor, der im ABA-Journal erschienen ist: “Web 2.0 Still a No-go Lawyers slow to adopt cutting-edge technology
Eigentlich erstaunlich, ich hätte gedacht, dass amerikanische Kollegen offener sind als deutsche.

Immer mehr Fachanwälte

Die Zahl der Fachanwälte wächst ständig. Von 2008 und 32.747 Fachanwälten ist die Zahl auf 35.919 Anwälte gestiegen.
Die meisten Fachanwälte gibt es im Arbeitsrecht (8.038 Anwälte), die wenigsten im Urheber-und Medienrecht (85 Anwälte mit einem Wachstum zum Vorjahr von 107,32 %).
Den Fachawalt für Familienrecht gibt es 7.749 mal.
Die Statistik gibt es bei der Bundesrechtsanwaltskammer.

Falsa demonstratio non nocet?

War gerade gegen 22.00 h (Dienstleistungsabend bis 10 Uhr)  in der Praxis beim Zusammenpacken, als ein Fax eines Anbieters von Rechtsanwalts-Fortbildung einlief. Da um diese Uhrzeit ein überreizter Nervenzustand mit entsprechender Sensitivität (ist das das richtige Wort?) vorherrscht, las ich ausnahmsweise das Angebot: “Word, 100 Tips und Tricks rund um das Betriebssystem”.

Aha!

Selbst meine wenig pc-affine Frau B. wußte auf Befragen, das word nicht das Betriebssytem in DOSen ist.

Was ist das also: falsa demonstratio – oder mit Anwälten kann man das ja machen?

Ich bin wieder da

Es hat eine lange Pause gegeben, u.a., weil ich im vergangenen Jahr eine Operation hatte und nicht richtig fit war.

Ich hoffe, bald mehr und besser zu meinem Thema schreiben zu können.