Auch in Duisburg gibt es Kreative: Hier eine Empfehlung.
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War gerade gegen 22.00 h (Dienstleistungsabend bis 10 Uhr) in der Praxis beim Zusammenpacken, als ein Fax eines Anbieters von Rechtsanwalts-Fortbildung einlief. Da um diese Uhrzeit ein überreizter Nervenzustand mit entsprechender Sensitivität (ist das das richtige Wort?) vorherrscht, las ich ausnahmsweise das Angebot: “Word, 100 Tips und Tricks rund um das Betriebssystem”.
Aha!
Selbst meine wenig pc-affine Frau B. wußte auf Befragen, das word nicht das Betriebssytem in DOSen ist.
Was ist das also: falsa demonstratio – oder mit Anwälten kann man das ja machen?
Twitter ( für die, die es nicht wissen: hier kriegt man sehen, was das ist) ist in aller Munde. Ich habe mich auch dort angemeldet, mich aber sofort gefragt, was ich da soll. Man kriegt irgendwelche Mitteilungen von Leuten, die man nicht kennt und fragt sich, welche üblen Absichten die denn haben.
Die ganze Twitterei ist so öde, dass man sich mal wieder ernsthaft die Frage stellt, ob es Intelligenz auf diesem Planeten gibt.
Deshalb ist mir auch völlig schleierhaft, wie Twitter ein Marketing-Instrument für Anwälte sein soll, dies nur ein Beispiel, einfach aml googeln (z.B.: Twitter as marketing instrument for Lawyers), und nicht nur mir.
Die ersten trauen sich schon zu sagen, dass das alles nur Medien-Hype ist. Lesenswert die beiden Blog-Artikel von Larry Bodine mit den Zahlen: Twitter schrumpft: “twitters growth screeches to a halt, it was-all hype.”
Beispiele: 76 % aller Benutzer füllen das Bio nicht aus, 55 % senden nie eine Nachricht.
Mein Argument: Ich sehe das aus meiner beschränkten Sicht als Fachanwalt für Familienrecht. Die Klientel ist lokal orientiert und am akuten Bedarf orientiert. Sie fährt nicht nach Hamburg, um sich von einem dortigen Anwalt scheiden zu lassen. (In einigen Sparten mag das anders sein.) Meine Mandanten suchen: 1. einen Fachanwalt und 2. den nächsten. Die suchen sie im Prinzip an 2 Stellen: bei google und in den gelben Seiten. Daneben wird man noch weiterempfohlen. Nur absolute Freaks suchen einen Anwalt bei Twitter (wie auch?) oder unter einem Stein im Garten.
Wenn man sich auf diese 3 Mandats-Quellen beschränkt, ist man ausgelastet. Die Chance, mit einer guten Homepage ein Mandat zu ergattern, düfte x-fach größer sein als sich 10 Jahre bei Twitter die Finger wund zu schreiben.
Es hat eine lange Pause gegeben, u.a., weil ich im vergangenen Jahr eine Operation hatte und nicht richtig fit war.
Ich hoffe, bald mehr und besser zu meinem Thema schreiben zu können.
“640K ought to be enough for anybody.” ~Bill Gates, 1981.
“What would I do? I’d shut it down and give the money back to the shareholders.” ~Michael Dell on Apple, 1997.
Dies Video dürfte ungefähr die Computer-Kompetenz eine durchschnittlichen deutschen Rechtsanwalt wiedergeben.
Es zeigt Teilnehmer einer der besseren Fortbildungsveranstaltungen (?) der Bundesanstalt für Arbeit.
Ich habe eine Menge Geld, immerhin 99,00 €, für die Online-Banking-Software Bank X ausgegeben.
An sich macht ja diese Art Software durchaus Sinn: Ich kontiere meine Konten für meine Steuerberaterin vor.
Im Prinzip erleichtert diese Software diesen Vorgang, weil ich die Informationen, die die Bank übermittelt, ergänzen kann.
Ich habe über längere Zeit die Möglichkeit, problemlos einzelne Buchungen wiederzufinden (geht übrigens mit Spotlight auch ganz gut).
Insgesamt sollte die Bedienung einfacher sein als über den Bankserver.
Diese Möglichkeit verfehlt diese Software. Die Bedienung ist kompliziert, häufig muß man überlegen, wie wohl der nächste Schritt auszuführen sein sollte. Man probiert herum, was bei Buchhaltung ja so seinen eigenen Charme hat.
Die Auswertungsfunktion ist ein echter Witz.
Die Auswertungen sehen mega schlecht und unübersichtlich aus.
Insgesamt: ziemlicher Schrott!
Eine gute Beobachtung zur Organisation deutscher Anwaltskanzleien von Niklas Luhmann: “Chaos bietet eine große Chance zur Selbstorganisation”
Es gibt auch Leute, die mit GTD nicht einverstanden sind, beispielsweise hier.
Die Kommentierung dieser Kritik findet sich an gleicher Stelle.
Meine Meinung: GTD ist ein toller Ausgangspunkt für eigene Ideen. Man mag mich für blöd halten: der Gedanke, dass man ein Projekt nicht machen kann, sondern nur einzelne Schritte, die zum Ziel führen, war nicht nur neu für mich, sondern eine Offenbarung.
GTD ist kein Allheilmittel, kein System, sondern ein Set guter Tricks, die man ganz oder teilweise übernehmen kann, anpassen kann und zu dem man eigene hinzuerfinden kann.
Hier ein kleiner Vergleichstest einiger GTD-Software-Anwendungen. Sieger: Things.
Das scheint mir auch das richtige Ergebnis zu sein.